Nationaler Wohlstandsindex für Deutschland zeigt weiterhin hohe Zufriedenheit mit dem erreichten Wohlstand

Hamburg, 30. Mai 2018. Im Frühjahr 2018 stuft ca. jeder zweite Deutsche ab 14 Jahren seinen eigenen Wohlstand als hoch ein. Der Index des Nationalen Wohlstands-Index für Deutschland (Ipsos NAWI-D) liegt bei 49,9 Prozent und damit etwas unter dem Wert der letzten Erhebung von Dezember 2017 (51,1%), aber leicht über dem Vorjahreswert vom März 2017 (49,1%). „Wir erheben den NAWI-D seit 2012 viermal im Jahr in regelmäßigen Abständen, die Indizes im Frühjahr liegen in der Regel etwas unter den Werten der anderen drei Erhebungen“, so Hans-Peter Drews von Ipsos Observer.

Deutsche nicht nur mit ihrer ökonomischen Situation zufrieden

 

Der Ipsos NAWI-D misst die Zufriedenheit der Deutschen mit verschiedenen Faktoren, die sie selbst als Voraussetzung für Wohlstand ansehen. Mit ihrer ökonomischen Situation sind 48 Prozent der Deutschen sehr zufrieden, 34 Prozent relativ zufrieden und 18 Prozent sehr unzufrieden. In die Berechnung fließen beispielsweise die Einstufung zur Arbeitsplatz- und Einkommenssicherheit, zum Besitz von Eigentum sowie Vorsorge- und Konsummöglichkeiten ein.

Etwas positiver sind die Einstufungen der Deutschen für die so genannten individuellen und gesellschaftlichen Wohlstanddimensionen. Der individuelle Wohlstand setzt sich aus Faktoren wie Gesundheit, Glücklichsein, „einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen“ und „Zeit für sich haben“ zusammen. 54 Prozent der Deutschen sind mit ihrem individuellen Wohlergehen sehr zufrieden, 35 Prozent relativ zufrieden und 11 Prozent sehr unzufrieden. Auch das gesellschaftliche Umfeld stuft die Mehrheit der Deutschen positiv ein. Dazu zählen vor allem Meinungsfreiheit, friedliches Zusammenleben mit den Mitmenschen oder auch Toleranz. Hier geben insgesamt 52 Prozent der Deutschen eine sehr hohe Zufriedenheit, 37 Prozent eine mittlere und 11 Prozent eine niedrige Zufriedenheit an.

 

Eine vierte Dimension zum NAWI-D bildet der ökologische Wohlstand, der allerdings für die Deutschen einen deutlich geringeren Beitrag zum Wohlstand liefert.

 

Nationaler WohlstandsIndex für Deutschland (NAWI-D)

Steckbrief NAWI-D

 

Im Frühjahr 2012 konzipierte Ipsos Observer gemeinsam mit Zukunftsforscher Prof. Dr. Opaschowski ein neues Wohlstandsbarometer als Basis für einen umfassenden Nationalen WohlstandsIndex für Deutschland (NAWI-D), das seitdem kontinuierlich quartalsweise erhoben wird.

 

Studiensteckbrief der aktuellen Welle 2018:

 

Methode:                       Ipsos Capibus Computer Assisted Personal Interviewing, im Haushalt

                                          des Befragten. Random route – zufällig ausgewählter Haushalt und

                                          Befragungsperson

Stichprobe:                  2.000 Personen ab 14 Jahren

Grundgesamtheit:    Deutschsprechende Bevölkerung in Privathaushalten

Feldzeit:                       März/April 2018

 

Für die Erhebungen zum Wohlstandsbarometer greift Ipsos Observer auf seinen eigenen bundesweiten Interviewerstab zurück, der erfahren in der Durchführung sozialwissenschaftlicher Studien mit anspruchsvollen Designs ist. Die Datenerhebung erfolgt mittels persönlicher Interviews in den Zielhaushalten im Rahmen der wöchentlichen CAPI-Mehrthemenumfragen.

Berechnung der Wohlstandswirklichkeit im Ipsos NAWI-D.

 

Über bevölkerungsrepräsentative Vorbefragungen wurde eine Batterie von 30 Aussagen entwickelt, die das Thema Wohlstand aus Sicht der erwachsenen Wohnbevölkerung in Deutschland umfassend abdeckt. Diese 30 Aussagen wurden in wiederum bevölkerungsrepräsentativen Umfragen Bundesbürgern ab 14 Jahren vorgelegt. Die Bürger selbst entscheiden, welche dieser Aussagen für sie erfüllt sein müssen, um in Wohlstand zu leben. Die Einstufung, ob diese Aussagen für sie in der Realität erfüllt sind, erfolgt anhand einer 10er-Skala, die von 1 = „trifft für mich überhaupt nicht zu“ bis 10 = „trifft auf mich voll und ganz zu“ reicht. Sofern nicht anders aufgeführt, wird im Text auf die so genannten Top 3 - Werte bzw. deren Komplementärgröße zurückgegriffen. Der Top 3 - Wert zu einer Aussage enthält somit die Skalenwerte 8, 9 und 10. Dann wird die Aussage für den Befragten als ausreichend erfüllt angesehen. Bei den Werten 1 – 7 wird sie als nicht ausreichend erfüllt angesehen. Die bei jeder dieser 30 Aussagen gemessene Wohlstandswirklichkeit wird mit deren jeweiligen Bedeutung in Bezug gesetzt, d. h. gewichtet. Daraus werden für jede Wohlstandsdimension als auch für den Wohlstand insgesamt der NAWI-D berechnet.

 

 

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